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Mitglieder werben

Schneider-Leßmann Helmut 2013.04.13 3 kleinKugelgrill, Armbanduhr, Bobby Car? Kirche empfehlen und Wunschprämie sichern. Was spricht eigentlich dagegen, neue Mitglieder zu gewinnen und dafür eine Prämie auszusetzen? Statt Streichungen und Kürzungen auf Expansionskurs gehen! Unmöglich, denken Sie? Wir sind Kirche Jesu Christi und leben aus dem Glauben, sagen Sie? Wir sind doch nicht beim ADAC, entrüsten Sie sich? 

Aber warum nicht von dem Automobilclub lernen? Schließlich hat der mit seinen ‚gelben Engeln' auch erst einmal eine Anleihe im Religiösen aufgenommen. Und ist damit ziemlich erfolgreich! Auch ich zahle meinen Mitgliedsbeitrag beim Club. Nicht weil ich in allem der unbedingten und umweltschädigenden Mobilität huldige, und auch nicht weil ich überzeugter Automobilist bin. Sondern ich will die Serviceangebote des Clubs nutzen.
So verschieden sind Club und Kirche gar nicht. Beide stellen ihren Mitgliedern viele Angebote zur Verfügung. Beide sind dazu auf Mitgliedsbeiträge angewiesen. Beide sind zur Stelle, wenn's mal nicht richtig läuft. Beide beanspruchen öffentliches Interesse für ihre Anliegen. Beide wollen eine Solidargemeinschaft bilden.
Deshalb kann ich mir Kirche auch so vorstellen: Wir werben Mitglieder. Ja,es gibt sogar Prämien für ein neues zahlendes Mitglied. Sie müssen nicht alle unsere Anschauungen teilen. Aber wir überzeugen sie mit unseren Leistungen. Unser Motto: ‚Wir an Ihrer Seite'. Wir haben Formen (Gottesdienste / Feiern), Räume (Kirche / Gemeindehaus) und das Wissen, wie man Lebensfeste (Geburt, Einschulung, Trauung, Jubiläen) feiert. Wir bleiben, wenn andere nicht mehr weiter wissen (Krankheit, Sterben, Abschied,Verlust) und bieten Aufmerksamkeit in Lebenskrisen (Seelsorge, Gastlichkeit, Miteinander). So startet eine dauerhafte Kampagne zur Gewinnung neuer, zahlender Mitglieder. Ausgetretene und Ungetaufte gibt es genug.

Nun höre ich den Aufschrei: „Das ist der Ausverkauf von Kirche!". Vielleicht haben Sie dann andere Ideen, wie wir dem Schwund unserer Gemeinde entgegenwirken können. Durch Todesfälle und Wegzüge sank die Zahl unserer Gemeindeglieder von 5.751 im Jahr 2011 auf heute 5.195. Das bedeutet weniger Einnahmen. Dafür steigen die Kosten für Personal,Gebäude, Energie und Verwaltung. Das kann auf Dauer nicht gutgehen. Kirche ist immer Kirche im Aufbruch – es bleibt spannend und aufregend, Teil dieser Gemeinschaft zu sein.

Helmut Schneider-Leßmann

Flyer "Mitglieder werben"

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