Bläsertag am Pfingstmontag in der LAGA

Als sich dieses Jahr an Pfingstmontag die Tore zur Landesgartenschau (LAGA) öffneten, strömten nicht nur Besucher, sondern auch zahlreiche Musiker aus der Region auf das Gelände in Zülpich. Die obligatorischen Utensilien für den heutigen Bläsertag waren neben Instrument und Notenständer eben auch Sonnencreme und Hut. Wahrhaftig stand nämlich der diesjährige Bläsertag unter einem blauen Himmel. Im Laufe des Tages stieg nicht nur die Spannung auf den geplanten gemeinsamen Auftritt auf der Seebühne, sondern auch die Temperaturen. Der Tag mit hochsommerlichen Temperaturen machte den Zülpicher See zu einem Ort mit gar nicht mehr so kühlem Nass. Rund um die Seebühne waren bereits die Vorbereitungen zum großen ökumenischen Gottesdienst mit anschließender Serenade für den späten Nachmittag angelaufen. Auf den noch leeren Stühlen vor der Seebühne sollten dann die über 200 erwarteten Bläser unter der Leitung von Jörg Häusler und Matthias Schnabel Platz nehmen. Bis dahin wurden der Sound und die Kameraeinstellungen getestet, denn der Auftritt zum Bläsertag sollte live im Domradio und im Internet übertragen werden.

LAGA Blaeser1Bis zum Start der Generalprobe um 13:30h mischten sich jedoch die Bläser erst einmal unter die Besucher der LAGA und genossen bei tollstem Wetter die bunten Blumenarrangements, trendige Gartenideen oder eine Greifvogelflugschau. Wer gut zu Fuß war, schaffte es vom Eingang am Seepark bis zum Wallgraben und ggf. sogar in die historische Altstadt von Zülpich, die allesamt Bestandteil der LAGA 2014 sind.

Gegen Mittag traf sich der Posaunenchor Lechenich in der Nähe des Eingangs Seepark zur Standmusik, um die Passanten mit Swing und Allerlei aus dem eigenen Repertoire zu erfreuen. Innerhalb weniger Minuten verdunkelte sich der bisher blaue Himmel zusehends und es kam ein starker Wind auf. Nach dem 2. Stück windete es so sehr, dass der erste Notenständer umgeblasen wurde. Mutig und selbstbewusst sein Repertoire vortragend, begannen wir aber noch ein 3. Stück zu spielen. Mitten drin fing es dann aber an zu regnen. Schnellstens wurde alles zusammen gepackt und die meisten retteten sich auf die naheliegenden Toilettenhäuser oder Inforäume. Doch es blieb nicht nur beim Regen. Aus Regen wurde Hagel - Tischtennisball große Hagelkörner fielen vom Himmel und bedeckten Blumenbeete und die Graswiesen innerhalb kürzester Zeit. LAGA Blaeser2So schnell wie der Sturm gekommen war, so verschwand er auch wieder. Nach 15 Minuten war alles vorbei und wir traten vorsichtig aus den Hütten und Zelten, unter denen wirschutzsuchend eingekehrt waren, ins Freie hinaus. Mit angenehmer Luftfeuchtigkeit kehrte die Sonne zurück und in kürzester Zeit waren wieder 30°C im Schatten erreicht. Schließlich versammelten sich gegen 13:30h die ungefähr 200 Bläser zur gemeinsamen Probe für den ökumenischen Festgottesdienst und der anschließenden Serenade. Die Probe fand vor der Seebühne in der prallen Sonne statt. Doch die Musiker halfen sich untereinander mit Wasser und Handtüchern aus, wie man es von der Bläsergemeinschaft gewohnt ist. Nach einer kurzen Pause, die teilweise auch für eine kurze Abkühlung der Füße im See genutzt wurde, begann der Gottesdienst auf der Seebühne. Das Eröffnungslied „Festive Trumpet Tune" von D. German stimmte mit starken Bläsertönen in den Gottesdienst ein. Es folgten anschließend eher leisere Choräle. Es gab auch einen Doppelchor sowie den bekannten Taizé-Gesang "Laudate omnes gentes". Der Gottesdienst endete mit „Noch 'ne Intrate" von W. Petersen. Die anschließende Serenade mit Liedern wie XY rundete den Bläsertag ab. Erschöpft, aber zufrieden und möglicherweise mit dem einen oder anderen Sonnenbrand, traten die Musiker ihre Rückkehr nach Hause an. Es war ein ereignisreicher Sommertag, der mit Sicherheit bei vielen in guterErinnerung bleiben wird!

Fotos + Text: Michaela Neumann